Eine seltene Form der Krippe, der aus dem bayerischen Paradeisl abgeleitete Aufbau in Etagen mit edlen Bronzefiguren. Auf dem Fensterbrett zwei kleine Gruppen des Krumbacher Laienschnitzers Rupert Wildbihler, Hochzeit von Kana und der zwölfjährige Jesus im Tempel

Frohe Weihnachten

Weihnachtsmarkt im Klosterhof Wettenhausen

2026

2025

…  und es ward Sommer, und es ward Winter  – ein Jahr,

und die Welt ward ein Tollhaus.

Die Tollsten aber kamen aus Amerika.

 

Mondfinsternis 2025

Was das Jahr in Schwaben uns so alles gebracht hat

Hier im Schwäbischen scheint die Welt noch intakt.

Das Wichtigste für uns, wie wohl auch für die meisten Leser, soziale Beständigkeit und Gesundheit. Dreimal war Evi zur Kontrolle bei Prof. Vogl in Frankfurt, leider zeigte sich ein erneutes Wachstum der 2022 bestrahlten Metastase im rechten Kleinhirn, die deshalb im Juli noch einmal bestrahlt wurde. Alles verlief unkompliziert, inzwischen zeigt sich als Reaktion eine deutliche Verkleinerung.

Prof. Dr. Thomas Vogl Universität Frankfurt
Bestrahlungszentrum ERCM in Großhadern

Auch heuer waren viel in Schwaben unterwegs. Begonnen hat die Ausstellungssaison mit der großen Krippenausstellung in Ichenhausen, dort hat sich endlich wieder eine Gelegenheit ergeben meine alten Schnitzerkollegen vom Krippenverein zu treffen. Eine Woche späten waren wir bei Karl Epple in Straß, dessen Ausstellung seiner selbst geschnitzten und aufgebauten Krippen unglaublich beeindruckend war.

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Hieber-Krippe

und ein glückliches neues Jahr

Weihnachtsmarkt im Klosterhof Wettenhausen

 

 

 

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Krippenausstellung im Museum Ichenhausen

Rudolf Saßen
Krippe von Karl Epple
heimatliche Krippe von Karl Epple, Dorfszene in Straß
gemalte Krippe auf Karton aus Waldstetten ehemals im Besitz von Serph Ketterle
Krippe von Karl Epple

Torferlebnispfad Bremental

Neu entdeckt habe ich das Gelände des Torfmuseums in Jettingen, das immer einen Besuch wert ist.

Torfstich
Veranstaltungsstadel, Blich auf das Gelände der Erlebnispfads
Noch steht die seltene Blechkrippe ganz allein in der romantischen Landschaft, aber bald werden viele gemalte Papierfiguren und geschnitzte Grulicher aufmarschieren.

Pfarrhof Gempfing

Erich Hofgärtner als Museumswart

Im März haben wir uns nach langem wieder einmal aufgemacht nach Gempfing. Es gab beeindruckende Luftaufnahmen schwäbischer Landschaften zu sehen und zusätzlich Arbeiten einer jungen Floristin, mit vielen voluminösen, aber trotzdem filigranen, zarten Blütenarrangements. Schon die Ankunft unter den riesigen Bäumen am Parkplatz ist uns den Besuch wert, als Zugabe erhielten wir als Ausklang beste Gespräche bei Kaffee und selbstgebackenem Kuchen mit Erich Hofgärtner und anderen Gästen von nah und fern.

Kloster Maria Medingen

Von Süden
Heiliges Grab von Johann Anwander, Geißelung
Heiliges Grab gesamt
Altäre der Klosterkirche

Einen wirklich außergewöhnlichen Eindruck hat ein Besuch der Ebner-Kapelle im Kloster Maria Medingen, mit dem seit Jahren wieder einmal aufgebauten Heiligen Grab des Lauinger Barockmalers Johann Baptist Anwander hinterlassen. Es beeindruckt in Form und Farbe mit barocker Fülle, mit malerischen Architekturdetails und ausdrucksstarken Personendarstellungen.

 

Ebner-Kapelle, Ziergitter, Deckenfresko
Hohenburger Mühle im Kesseltal
Michaelsberg in Fronhofen von Südwesten
Kreuzwegkapellen am Weg auf den Michaelsberg
Michaelsberg von Nordwesten

 

Ich habe die Gelegenheit benutzt das obere Kesseltal mit der Hohenburger Mühle und dem magischen Michaelsberg zu besuchen. Es präsentierte sich tief wolkenverhangen in spätwinterlicher, rauher Landschaft, eindringlicher kann man die südlichen Riesrandhöhen nicht erleben.

Ein kleiner Abstecher führte nach Nördlingen, um die Erinnerungsstele für Michel Eberhardt auf dem Friedhof St. Emmeram zu fotografieren.

Verleihung des Mundartpreises 2025 der Dr. Eugen Liedl Stiftung an die Grundschule Wertach

Im Mai und November durfte ich Gast sein bei den Preisverleihungen der Dr. Eugen Liedl Stiftung. In Wertach erhielt die Grundschule den Mundartpreis, zuvor konnte ich noch Erika Lindner in ihrem schönen Haus in Sonthofen besuchen. Ihre zwei letzten Bücher, die unter der Regie des Förderverein mundART Allgäu e.V. entstanden sind, gehören ohne Zweifel zu den schönsten Mundartbüchern des Allgäus.

Prof. Wolf, der Vorstand der Dr. Eugen Liedl Stiftung bei seiner Laudatio
Die Vorstandsriege des Fördervereins mundArt Allgäu e.V.
Ganz Grulich zieht durch die bizarre Wurzelfelsenwelt zur Geburtshöhle

Otto Schorer Ausstellung in der Knöpflehalle in Krumbach

Im Mai gab es eine, vielleicht letzte Ausstellung des 2006 verstorbenen Krumbacher Malers Otto Schorer in der sogenannten Knöpfle Halle in Krumbach. Der Ausstellungsraum passte ideal. Die gewerblich geprägte Halle und die heimatlichen Gemälde harmonierten wunderbar. Erstmals gesehen habe ich dabei seine Schönheitengalerie mit zahlreichen Porträts von Film- und Fernsehstars der 1950er und 1960er Jahre. Dem Publikumsandrang nach scheint die Ausstellung recht erfolgreich gewesen zu sein.

Volkskundlich, heimatliche Bilder und nüchterne Gewerbearchitektur, eine tolle Mischung
4 Beispiele aus Otto Schorers Schönheitengalerie

Umgeben von leuchtenden Blütenfarben und üppigem Grün habe ich im Juli in Josef Müllers Garten in Oberwiesenbach mit den Wattenweiler Literaten erinnernd Abschied genommen von Anni Böck, einer der treuesten Mitarbeiterinnen der Kreisheimatstube und weitum bekannt durch ihre vielfältigen Veranstaltungen und Veröffentlichungen über die heimischen Kräuter.

Nach der Gedenkveranstaltung für Anni Böck in Oberwiesenbach gab es noch viel zu bereden.
Warten auf das Weiß der Weihnacht

Die Kreisheimatstube in Stoffenried war wie jedes Jahr das häufigste Ziel unserer heimatlich-volkskundlichen Ausflüge, wir waren beim Kinderfest, beim Apfelfest, beim Adventsnachmittag mit Musik und Schnitzvorführung und mehreren anderen Museumsöffnungen und es war immer eine Freude. Ich habe deshalb auch drei Seiten über Stoffenried gemacht, den Ort, die Kreisheimatstube und über Therese Huber. ( https://bidmon.com/stoffenried/https://bidmon.com/kreisheimatstube-stoffenried/https://bidmon.com/therese-huber-1764-1829/ )

Wallfahrtskirche Allerheiligen bei Scheppach

Hauptdeckenfresko von Johann Baptist Enderle

Ein lang gehegter Wunsch ging beim Tag des Denkmals im September in Erfüllung, ein Besuch in der sonst schwer zugänglichen Wallfahrtskirche Allerheiligen bei Scheppach mit der Ausmalung des Söflinger/Donauwörther Rokokomalers Johann Baptist Enderle, der den in Buggenhofen ( https://bidmon.com/buggenhofen/ ) gewonnenen Eindruck von seinen Werken bestätigt hat.

Signatur Enderles
Hochaltar

Mundartsyposium in Weiler im Allgäu

Gruppenbild der Autorinnen und Autoren und der Veranstalter

Eine große und erfolgreiche, von Silvia Hartung aus Lindau angeregte und mitorganisierte Mundartveranstaltung in Weiler im Allgäu mit zahlreich aufgetretenen Autoren aus Mittelschwaben, dem Oberallgäu, dem Bregenzer Wald, der Schweiz, vom Bodensee und aus Baden, begeisterten ein teils weither gekommenes Publikum. Vielleicht ergibt sich daraus eine neue Initiative für eine länderübergreifende Zusammenarbeit der Mundartautoren.

Cornelia Besler und Andrea Lotter
Büste des Lyrikers Heinrich Wiedemann im Kurpark von Oberreute
Christian Schmid aus der Schweiz
Licht und Dunkel im Advent

Jüdischer Friedhof in Krumbach

Oft habe ich den jüdischen Friedhof in Krumbach vom naheliegenden Altenheim aus gesehen, wie er sich malerisch Am Schelmenloh gelegen, zwischen den Wiesen über eine waldige Kuppe erstreckt. Ende September konnten wir bei einer Führung auch das Innere entdecken. Leider sind dreiviertel der Fläche ohne Grabmale, dafür sind sie im nordwestlichen Viertel fast vollzählig erhalten. Sehr interessant waren auch die Ausführungen von Frau Erika Spielvogel über die jüdische Gemeinde Hürbens, ihre Entwicklung und ihre Sitten und Bräuche.

Alte Strohsterne, eine kleine, für meine Schwiegermutter geschnitzte Krippe, blühemde Hyazinthe und Amaryllis und am Morgen ein zarter Reif - wo bleibt der Schnee?

Ein schöner Herbsttag gab Gelegenheit zu einem Besuch auf Schloss Achberg, einsam über der Argen im Hinterland des Bodensees gelegen. Die thematisch interessante Ausstellung galt 13 zeitgenössischen Künstlerpaaren. Wie nicht anders zu erwarten wurde durch die 26 beteiligten Künstlerinnen und Künstler ein weites Feld künstlerischer Arbeit in der Modernen Kunst abgesteckt, wenngleich durch die Fülle der Teilnehmer die Darstellung des Einzelnen etwas kurz kam.

Schloss Achberg
Geleitet von einer Fahnenparade, dieser Auftritt war einfach phantastisch.Leider sind die Fahnen jetzt etwas unspektakulär auf den Parkplatz umgezogen.
mächtige Stuckdecke des Rittersaals
Gerhard Burkard nach der Lesung in Buttenwiesen

Einen begeisternden Abend konnte ich Anfang Oktober mit vielen anderen Zuhören in Buttenwiesen genießen, als Gerhard Burkard im Rahmen der Dillinger Kulturtage aus seinem Buch Menschendämmerung las. Geistreich, spritzig, humorvoll und mit viel persönlichem Einsatz vorgetragen war es eine Freude für jeden der dabei sein durfte.

Kleine grulicher Figuren in einer wildromantischen schwäbischen Wurzelkrippe
Heinrich Unsin Augsburg

Am 22.Oktober erhielt ich völlig unerwartet eine Nachricht von Prof. Charalampos Aslanidis aus der Umgebung von Regensburg, der mir das bislang unbekannte Sterbedatum von einem in meiner Onlinemundartgeschichte beschriebenen Dichter mitteilte. Daraus entwickelte sich eine überaus fruchtbare Zusammenarbeit, die zu zwei interessanten Seiten ( https://bidmon.com/magnus-unsin-1819-1889/https://bidmon.com/heinrich-unsin-1865-1951/ ) auf meiner Internetseite geführt hat. Eine weitere dritte Seite steht noch zur Bearbeitung an. Über die Erweiterungs- und Verbesserungsmöglichkeiten meiner Seiten habe ich mich sehr gefreut.

 

Magnus Unsin Augsburg
Die in der großen alten Zinnplatte ausgelegten Christbaumkugeln verspühen mit ihren damals hochmodernen kühlen Farben den Charme der späten 60er Jahre

und manche andere Ziele dieses Jahres

Der neue Brunnen im Biergarten des Klosters Wettenhausen
Trachtenmarkt im Kloster Wettenhausen
Titelblatt des Flyers zum Trachtenmarkt
Bauernhausmuseum Illerbeuren
Grabkreuze in der Sonne in Illerbeuren
Historisches Stadttheater in Weißenhorn bei der Kulturnacht
Kloster Thierhaupten Innenhof
Klosterruine der Kartause Christgarten
Klosterkirche Neresheim, ein Raumwunder, ein Wunder auch aus Weiß, Gold und spektakulärer Farbigkeit der Deckenfresken.
Klosterkirche Ochsenhausen. Barokisierte gotische Kirchenräume, wie in Ursberg, Mönchsdeggingen und hier in Ochsenhausen, verwirren viele Besucher, weil sie die Weite barocker Kirche vermissen und doch haben sie in ihrer klaren baulichen Gliederung eine beeindruckende Ausstrahlung.
Klosterkirche Neresheim

Ich hoffe, dass Sie alle gut über die weiteren Festtage kommen werden und freue mich schon auf ein Wiedersehen mit allen Lesern in einem hoffentlich glücklichen neuen Jahr 2026.