Krönender Abschluss eines vierjährigen Buchprojektes , die Buchvorstellung im ehemaligen adeligen Damenstift Schloss Edelstetten.

Leider nur ein kleiner Teil der Besucher beim Gruppenfoto vor dem Schlossportal. In der Mitte Prof. Klaus Wolf, Marianne Günl, Lothar Bidmon und Klaus Maucher. Von den Autoren auf dem Bild Manfred Kraus, Anni Gastl, Hans Ferk, Albert Heuß, Reinhard Heuß, Louis Walter, Willy Rochau, Johannes Riggenmann, Ulrich Wisskirchen, Waltraud Rist und Gerhard Burkard.

Am 8. Juli 2023 konnte ich mein  am 23. Mai 2023  unter dem Titel „Butzagägaler“ im Verlag Friedrich Pustet in Regensburg erschienene Buch im Schloss Edelstetten vorstellen. Über 100 interessierte Besucher, Autorinnen und Autoren, ihre Familienmitglieder und Nachfahren haben daran teilgenommen. Unterstützt wurde ich dabei von Marianne Günl und Klaus Maucher, die beide mit Gedichtbeiträgen am Buch beteiligt sind. Mit unermüdlichem Einsatz, routiniert und ausdrucksvoll trugen sie eine individuelle Auswahl von Gedichten vor und schafften es nicht nur das Publikum mit ihrem Vortrag zu begeistern und mitzureißen, sondern konnten die Zuhörer mit ihrer Liebe zur schwäbischen Mundart erfüllen und in ihren Bann ziehen. Musikalisch begleitet wurde ihr Vortrag von zarten Intermezzi  des ebenfalls mit Textbeiträgen am Buch beteiligten Johannes Riggenmann und seiner Gitarre.  Mit seinem Lied  „Schwäbisch, weils kähl isch“  setzte er einen markanten Schlusspunkt der Lesung, dass sich die Zuhörer in voller Begeisterung zur abschließenden  Gruppenaufnahme vor dem Schlossportal aufmachen konnten.

Mein Dank gilt Prof. Klaus Wolf als Herausgeber der Reihe „Editio Bavarica“,  dem Verlag Friedrich Pustet, allen Autorinnen und Autoren, ihren Nachfahren und sonstigen Rechteinhabern und Marianne Günl, Klaus Maucher und Johannes Riggenmann für ihre Unterstützung bei der Buchvorstellung.

Umschlag vorn mit der Darstellung des von Julius Nisle illustrierten Titelblatts einer Werkausgabe von Sebastian Sailer aus dem Jahr 1842.

Vortrag zur Buchvorstellung am 08.07.2023 in Schloss Edelstetten

Meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Freunde der schwäbischen und Allgäuer Mundart,
liebe Autorinnen und Autoren,

ich freue mich, Sie zu dieser Buchvorstellung begrüßen zu dürfen und möchte mich zuallererst bei allen von Ihnen bedanken, die mich bei meiner Arbeit unterstützt haben, denn ohne Sie wäre das Buch nicht entstanden.

Da ist es nun, handlich und stattlich zugleich, außen nüchtern und wissenschaftlich wirkend, mit bayrischem blau-weiß Dekor, entsprechend der Ausstattung der Editio Bavarica. Ist schon die Veröffentlichung in einem so großen und bekannten Verlag wie Friedrich Pustet eine Auszeichnung, ist es die Aufnahme in eine bedeutende wissenschaftliche Buchreihe – wie die Editio Bavarica – um so mehr. Das darf jeden von uns, mich als Bearbeiter und die Autorinnen und Autoren als Beitragende, mit Stolz erfüllen.
Wenn wir es öffnen schauen aus 544 Seiten über 200 Autorinnen und Autoren aus ihm heraus und über 500 Gedichte klingen in allen Mundfarben des Bezirks aus ihm hervor.

Es trägt einen seltsamen Namen, den fast niemand versteht, Butzagägaler. Ein Ausdruck meiner Kindheit, ein schwäbisches Wort für einen Purzelbaum, gebräuchlich allerdings nur in einem sehr kleinen Gebiet an der unteren Iller, ganz im Westen Mittelschwabens, in dem ich aufgewachsen bin. Heute ist dieser Ausdruck auch dort fast vergessen und das ist einer der Gründe, warum ich dem Buch diesen Namen gegeben habe, es soll dem „Butzagägaler“ das Überleben sichern. Zum zweiten trägt es ihn, wegen einem bunten Durcheinander im Text der einzelnen thematischen Kapitel, Autoren und Landschaften sind gemischt, geradeso als wäre alles bei einem Purzelbaum umher gewirbelt worden. Es trägt ihn aber auch, weil er mich erinnert an eine Kinderschar auf einer Sommerwiese, die lachend, ungestüm und mit vollster Lebensfreude einen flachen Abhang hinunterrollt, Butzagägaler für Butzagägaler, im Taumel kurz sitzenbleibend, um alles noch einmal von vorn zu beginnen. Ich hoffe, dass auch etwas von diesem kindlichen Überschwang ins Buch geschwappt ist.

Ich möchte Ihnen in den nächsten 15 Minuten von meiner Arbeit am Buch berichten, wie und warum es entstanden ist, bevor wir es mit der Hilfe von Frau Günl und Herrn Maucher aufschlagen und daraus lesen werden.

Die Wiege unseres Buches stand nicht weit von hier im Gasthof Bischof. Im Spätherbst 2018 habe ich, nach einer Jahresversammlung unseres Vereins, mit Prof. Wolf über die Möglichkeiten gesprochen etwas Bleibendes, z.B. ein größeres Buchprojekt zu erarbeiten. Schnell haben wir dafür ein geeignetes Konzept entworfen. Hätte ich folgenden Vierzeiler eines Türkheimer Malermeisters gekannt, den mir seine Enkelin einige Monate später zur Erstveröffentlichung geschickt hat, wer weiß, ob es je das Licht der Welt erblickt hätte.

Leaba heißt, so könnt ma saga,

en volla Sack mit Löcher traga,

wo d’Jauhr ond G’sondheit duranand

so im Gau verlora gand!

Mir war schon bewusst, dass es sich um einen dieser Poldl Schuhwerk’schen Lebenssäcke handelte, den mir Prof. Wolf da auf den Rücken legte, aber dass er sich innerhalb weniger Monate so füllen würde – am Ende sind jetzt über 200 Autorinnen und Autoren und über 500 Gedichte in ihm – hatte ich nicht vorhergesehen. Diese Last hat mich doch zunehmend gedrückt, da doch auch einige Schwergewichte dabei waren. So bin ich froh den Sack heute hier endgültig abstellen zu können.

Dass im Kern meiner Arbeit eine, wie auch immer geartete Bestandsaufnahme der neueren Mundartlyrik von Bayerisch-Schwaben stehen würde war klar, Grundlage und Voraussetzung hierfür war meine in 50 Jahren zusammengetragene Sammlung von Mundartbüchern und eine parallel dazu angelegte bibliografische Liste. Ich dachte deshalb auch mehr an eine rein bibliografische Veröffentlichung, die sich allerdings nur an Mundartbürokraten gewandt und zudem anhaltende Pflegebedürftigkeit bedingt hätte.

Letztendes ist es doch zu einer Anthologie geworden, in der sich die vielen Dichtenden unserer Region widerspiegeln und die auch dem lesenden Publikum dient, zudem auch in Jahrzehnten noch unbearbeitet gelesen werden kann.

Nach einer sehr schwierigen Ermittlung von konkreten Kontaktdaten habe ich die infrage kommenden Autoren soweit möglich angerufen, unser Vorhaben erklärt und dann eine schriftliche Erinnerung mit allen erforderlichen Angaben geschickt. Dieses Vorgehen hat sich sehr bewährt, der Rücklauf war überaus schnell und reichlich. Viel jedoch war nicht in digitaler Form zu bekommen und musste von mir aufwendig übertragen werden.

Die hohe personelle Beteiligung und die große Anzahl der eingesendeten Gedichte zeigt überdeutlich den hohen Bedarf für unser Vorhaben auf. Fragen wie:„Ja hädds denn dees Buach jetzt wirklich braucht?“ erübrigen sich selbstredend.

Neben diesem quantitativen Aspekt gibt es auch einen sehr wichtigen anderen Grund für unser Buch. Ich muss dazu aber etwas ausholen.

Die Geschichte der schwäbischen Mundartliteratur begann in den 1770er Jahren mit den frühen Veröffentlichungen der Mundartschriften des in Weißenhorn geborenen Obermarchtaler Prämonstratenserchorherrn Sebastian Sailer. Sein Vorangehen brachte ihm zwar später den Ehrentitel „Vater der schwäbischen Mundartliteratur“ ein, obwohl der neue Literaturzweig in den ersten 100 Jahren seines Bestehens ziemliche Durststrecken zu überstehen hatte und so ist es auch nicht verwunderlich, dass es bis 1977 gedauert hat, um eine zusammenfassende Anthologie dafür erscheinen zu lassen. Dieses einzige mit dem Butzagägaler vergleichbare Buch wurde im Auftrag des Bezirks Schwaben herausgegeben unter der Federführung des damaligen Bezirksheimatpflegers Prof. Hans Frei. Zusammengestellt hat es Prof. Adolf Layer, es trug den schönen, vom Verleger Anton H. Konrad kreierten Titel „Biera ond Zelta“. Ein wunderbares Buch, viele werden es kennen. Prof. Layer konnte aus einem unerschöpflich scheinenden, in über zweihundert Jahren entstandenem Bestand von zeitlosen Gedichten auswählen. Mit herrlichen Ansichten unserer Region illustriert und in vornehmer Ausstattung kann es auch heute noch Vorbild herausgeberischer Tätigkeit sein.

Doch seither sind fast 50 Jahre vergangen, viele Autoren sind neu angetreten, viel wurde veröffentlicht, neue Themen stehen im Mittelpunkt und neue Zielrichtungen für die Dichter haben sich entwickelt. Dies allein würde ein neues Buch rechtfertigen. Doch viel wichtiger ist der grundlegende Wandel, der sich für das lyrische Schaffen vollzogen hat. Das begann schon in den furchtbaren Notzeiten nach dem Ersten Weltkrieg mit Expressionismus und Dadaismus, wurde in der NS-Zeit notdürftig überbrückt, um nach 1960 in einem völligen Zerfall aller lyrischen Werte zu enden. Exemplarisch will ich nur an den in Kaufbeuren geborenen und im November 2022 höchstgeehrt verstorbenen Hans Magnus Enzensberger mit seinem Landsberger Poesieautomaten erinnern.

Prof. Layer hat diese Entwicklung bei seiner Arbeit nicht berücksichtigt hat. Die Dichter stehen bei ihm noch auf einem hohen Podest, zeitkritische Beiträge, gar in drastischer Sprache, aufrüttelnd und anklagend, hatten in „Biera ond Zelta“ keinen Platz. Moderne Gedichtformen waren undenkbar. Er hat solche Dichter durchaus wahrgenommen, aber völlig ignoriert und ausgegrenzt. So schreibt er in seinem Nachwort über die Gedichte des Marktoberdorfer Autor Paul Greinke: „Möglicherweise finden sie bei Lesern Beifall, die volkstümlich mit vulgär gleichsetzen“.

Wir werden nachher ein Gedicht von ihm hören und können darüber diskutieren.

Da der ChinesischeSaal den Besucherandrang nicht fasste, wurde die Vorstellung ins obere Foyer verlagert.
Da der ChinesischeSaal den Besucherandrang nicht fasste, wurde die Vorstellung ins obere Foyer verlagert.
Prof. Klaus Wolf Universität Augsburg bei der Einführung
Das obere Foyer im Schloss Edelstetten vom Publikum ganz gefüllt.
Bei der Lesung schaffte es Marianne Günl mit begeisterndem Einsatz das Publikum mitzureißen, im Publikum von rechts Reinhard und Albert Heuß aus Memmingen und Liselotte Löw aus Ebermergen
Im Publikum u.a. Ulrike Karg, Peter Semmlin, Angehörige von Heinrich Wiedemann, Mina Cyrus, Hermann Sandtner und das Ehepaar Seidel von der Dr. Eugen Liedl Stiftung, die die Veröffentlichung großzügig unterstützt hat.
Johannes Riggenmann, Nikolaus Maucher, hinten Marianne Günl, Lothar Bidmon, ganz rechts die Hausherrin Fürstin Ursula Esterhazy

Wir grenzen heute keinen aus, schon gar nicht bei einer angestrebten Bestandsaufnahme. Das kann nur Aufgabe des Lesers sein, er muss seine Autoren, Themen, Inhalte und Sprache suchen und finden. Darin steckt auch eine Bitte an Sie als potentielle Leser, seien Sie gnädig mit dem was Sie vorfinden im Buch, denn es ist keine Perlenlese aus 250 Jahren lyrischer Hochkultur, es zeigt vielmehr den lebendigen Bestand aus 50 Jahren dichterischer Arbeit in Bayerisch-Schwaben, mit allen Narben, Scharten, vergeblichen Hoffnungen und trotzdem Freude aus schöpferischem Reichtum.

Es gibt nicht nur Notwendigkeiten, sondern auch persönliche Triebfedern für die Arbeit an diesem Buch. Ich möchte auch darauf mit ein paar kurzen Streiflichern hinweisen.

Es ist ein Buch für meine Heimat, für Schwaben, die Region zwischen Schwarzwald und dem Lech, zwischen Bodensee, Alpen und dem Nordabfall der Schwäbischen Alb. Ein Land ist es schon schon seit dem Anfang des 14. Jahrhunderts nicht mehr, es zerfiel nach dem Tod Konradins des letzten Staufers 500 Jahre lang, war 1806, am Ende des alten Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation, bedeckt von einem Flickenteppich kleiner und kleinster Herrschaften, machtlos aber wirtschaftlich gesund. Das erweckte Begehrlichkeiten, es wurde zusammengekehrt, neu geteilt und auf die neuen großen Machtblöcke im Süden Deutschlands verteilt. Es ist damit noch heute und seit über 200 Jahren, das letzte geteilte Land in Deutschland. Wir sind mit dem kleineren Teil zu Bayern gekommen, leben hier in Randlage und kulturell nicht immer gewürdigt. Das Buch soll einer der Sicherungshaken sein, an dem wir die schwäbische und Allgäuer Identität festzurren können.

Ein weiterer Aspekt ist das Buch als Referenzpunkt für die Sprache unserer Zeit, da es einen größeren, unter Sorgfalt und in engem Zeitrahmen entstandenen Textbestand eines größeren Gebietes enthält. Die Gedichte wurden deshalb weitgehend unverändert aufgenommen. Die Sammlung hat damit die Möglichkeit zu einem Sprachdenkmal zu werden.

Ich verbinde mit diesem Buch voll von Gedichten auch die Hoffnung, dass die Mundart für manchen Leser eine Zugangserleichterung zur Königsdisziplin der Literatur, der Lyrik schafft, dass Interessierte hier auch den Weg von der Mundart zur Hochsprache gehen.

Der wichtigste Aspekt für mich ist jedoch, es soll ein Buch sein für all die Menschen in unserem Land, die sich neben ihrem Alltagsleben noch Zeit nehmen nachzudenken über die verschiedensten Aspekte unseres Daseins, die ihre Ergebnisse in sprachliche Form bringen und sie aufschreiben, für sich, ihre Familie und manche andere. Sie schreiben, um mit einer berühmten Zeile Clemens von Brentanos zu sprechen, über Lieb, Leid und Zeit und Ewigkeit. Im Butzagägaler haben wir natürlich noch einige andere Kapitel hinzugefügt.

Unter den Autorinnen und Autoren gibt es nur ganz wenige, die viel veröffentlicht haben, einige haben es zumindest geschafft ein oder zwei Bücher zu veröffentlichen. Vom großen Rest wurde nicht gedruckt, nichts ging hinaus, die Dichter blieben im Privaten und sind deshalb weitgehend unbekannt. Ihre Texte sind ein paar Blätter, vielleicht ein kleines Heft, sie leben bei und mit ihren Schöpfern in Schubladen, Schachteln oder als ein paar Dateien in einem Computer. Oft sterben sie mit ihnen, werden vergessen und ganze Dichterleben verlieren sich im Altpapier.                                                                                                                                                               „Dau isch nix meah dau“, antwortete mir der Sohn eines recht bekannten Autors, als ich ihn telefonisch bat, mir Texte seines Vaters zu überlassen, „S Haus hat mei Bruader griagt ond der hat dia Sacha vom Vatr alle weggschmissa!“. Und deshalb und das ist jetzt wirklich das Allerallerwichtigste, ist dieser Butzagägaler ein Buch

für die Autoren und gegen das Vergessen,

so eine Art Überlebenshilfe für den Unbekannten Dichter, womit wir wieder bei unserem Sicherungshaken von vorhin angekommen sind.                                                                                                                                                       Ich hoffe Sie begleiten unseren Butzagägaler hinaus in eine hoffentlich erfolgreiche Zukunft.

Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit und jetzt gehen wir endlich ins Buch, Frau Günl und Herr Maucher werden uns eine Auswahl aus dem Butzagägaler vorlesen. Danach haben wir sich noch genügend Zeit für Fragen, Anmerkungen und Hinweise.

Vielen Dank.

Alle Fotos: Erich Rueß

Mit ausdrucksvollem Vortrag der Gedichte zog Klaus Maucher das Publikum bei der Lesung in seinen Bann.

Butzagägaler: Ein kleiner Bericht des Verlages mit schönen Fotos auf den Verlagsseiten bei Facebook unter folgendem Link:

https://www.facebook.com/Pustet.Geschichte/

Johannes Riggenmann bereicherte die Lesung mit kurzen Intermezzi zwischen den von Marianne Günl und Klaus Maucher vorgetragenen Gedichten und begeisterte das Publikum zum Abschluss der Lesung mit dem Vortrag des im Buch enthaltenen Liedes "Schwäbisch, weils kähl isch".

Trotz der weiten Entfernung und der aufwendigen Anfahrt waren doch auch einige der Allgäuer Autoren und deren Familienangehörige nach Edelstetten gekommen. Besonders gefreut habe ich mich darüber, dass auch Vertreter des Fördervereins mundartAllgäu e.V. unter den Allgäuer Besuchern waren. Das nebenstehende Bild zeigt links Andrea Lotter,  die Schatzmeisterin des Fördervereins. Ihrem Vater Pius  Lotter, dem Gründer und Leiter der „Pfrontar Spinnar“ verdanke ich viel Vorarbeit. Rechts Luci Wölffle aus Burgkranzegg, die mit drei Gedichtenbeiträgen im Butzagägaler beteiligt ist am Erfolg des Buches.

Bericht über die Anthologie und die Buchvorstellung in Edelstetten in der Augsburger Allgemeinen am 26.August 2023

Wie es weitergeht mit dem Butzagägaler

Trotz des doch recht hohen Preises ist der „Butzagägaler“ seit Mitte September 2023 beim Verlag nicht mehr lieferbar. Die gedruckte Auflage ist also innerhalb von etwa 10 Wochen verkauft worden. Das Buch steht jetzt nicht nur bei vielen Mundartfreunden, sondern ist auch in vielen Bibliotheken auf allen Erdteilen vorhanden.

Der Pustet Verlag in Regensburg hat am 13.10.23 angekündigt, dass am 15.11.23 ein unveränderter Neudruck, allerdings als Taschenbuchausgabe, dafür  mit einem günstigen Preis von 29,95 €, erscheinen wird. Die Neuausgabe verzögert sich, die Taschenbuchausgabe kommt wohl nicht mehr vor Weihnachten, sondern frühestens im Januar 2024.

Am 30.11.23 war ich im Regionalstudio des Bayerischen Rundfunks in Kempten und habe vom Butzagägaler und seiner Entstehung erzählt. Aus den Aufnahmen wurde eine kurze Vorstellung des Buches zusammengestellt, die am 16.12.23 in BR 2 in der Sendung Zeit für Bayern – Bayern lesen ausgestrahlt wurde.

Der Podcast davon kann unter folgendem Link angehört/heruntergeladen werden:        https://www.br.de/mediathek/podcast/zeit-fuer-bayern/bayern-lesen-im-dezember/2087604

01.02.2024: Heute habe ich vom Verlag ein Belegexemplar des broschierten Bützagägalers erhalten, der jetzt seit einigen Tagen erhältlich ist und die Hardcoverversion ersetzt. Der Inhalt ist unverändert, der neue Preis von € 29,95 macht das Buch jetzt für viele erschwinglich.
 
Nachdem viele der beteiligten Autoren aus dem Allgäu kommen, habe ich schon lange nach einer Möglichkeit gesucht das Buch auch dort in einer Veranstaltung vorzustellen. Dafür hat sich jetzt im Rahmen der Literaturreihe „Sonthofen liest“ eine gute Möglichkeit ergeben. Am 25.Oktober 2024  18:00 wird es eine Veranstaltung für den „Butzagägaler“ in der Stadtbibliothek Sonthofen geben. Nach einer kurzen Vorstellung von mir werden Conny Ney, Cornelia Beßler, Helmut Rothmayr und Max Adolf Gedichte aus dem Buch, aber auch andere Mundarttexte lesen. 

Folgend einige Links zu diesem Thema:

https://www.literaturportal-bayern.de/  

Nicht nur, aber auch für die Mundart in Bayern ein umfassendes Informationsportal ist dieses Projekt der Bayerischen Staatsbibliothek, das sie in Kooperation mit mehreren anderen großen Institutionen betreibt. Man findet hier Informationen über Autoren, Institutionen, Förderungen, Termin und noch viel mehr.

http://www.literaturschloss-edelstetten.de 

Der Veranstalter der Buchvorstellung, der 2009 gegründete Verein zur Förderung und Pflege der Dichtung und Sprache in Schwaben macht dazu mehrere öffentliche Veranstaltungen im Jahr, zumeist im Schloss Edelstetten. 

https://www.mundart-allgaeu.de/ 

Ein großer und aktiver Verein mit vielen Autoren, der die Belange der heimischen Mundart im Allgäu durch seine Veranstaltungen und Veröffentlichungen umfassend vertritt.

http://schwabengildematzenhofen.de/ 

Seit 1978 widmet sich die Schwabengilde der Pflege und Förderung der heimischen Mundart. Unzählige Veranstaltungen hat sie dazu gemacht, darunter die jährlichen Poetenwallfahrten, sowie mehrere Zusammenstellungen von Gedichten ihrer Mitglieder veröffentlicht.

Beteiligte Autoren:

Georg Albrecht        https://www.illerschorsch.de/

Uli Karg                     https://www.autorin-ulikarg.de/

Manfred Kraus         http://www.manfred-kraus.com/

Nikolaus Maucher   https://www.nikolausmaucher.de/

Erich Rueß                https://www.verslesschmie.de/

Werner Specht         http://www.werner-specht.de/